Sonntag, 5. November 2017

Alt und Neu

Es ist Sonntag, da bleibt mal wieder Zeit für ein paar Fotos und einen Blogeintrag.
Baustellenmäßig befinden wir uns noch hauptsächlich im EG, dafür aber mit vielen fertigen Oberflächen! Wände in Küche und Wohnzimmer sind fertig, der gute Flur ist fast fertig. Dort wurden wiederverwendete Fliesen in zwei Bereiche gelegt. bereit für Sockelfliesen, die noch zu finden sind...
Der neue Herd ist angeschlossen + betriebsbereit, Wände sind gestrichen, Tür eingebaut

Tür zum Wohnzimmer. Ausgeglast, geschliffen, gestrichen, neue Scheiben machen lassen, eingeglast, Drückergarnitur neu.

Auf der Wohnzimmerseite fehlen noch Leisten zur Umrahmung.

Die Tür zum Wohnzimmer hat eine langwierige Verwandlung hinter sich, vom hässlichen DDR-Entlein hin zu einer aufgearbeiteten Tür, der man ihr Alter durchaus ansieht. Wurmlöcher und kleine Risse haben wir bewusst nicht zugespachtelt. "Die Bucht" machts möglich, es gibt dort einen Shop mit historischen Drückergarnituren, die jedes Altbauherz höher schlagen lassen (und auch ihren -zugegeben fairen- Preis haben). So fanden wir eine Türklinke, die mit dezenter Verzierung dennoch gut in ein Bauerhaus passt. Als Anstrich hat sich die weiße Fensterfarbe von Osmo bewährt. Es macht regelrecht Spaß, diese mit einem feinhaarigen Pinsel zu streichen. Stilecht bleibt der Oberfläche der Pinselstrich anzusehen.
Habe hier noch ein Vorher-Foto gefunden:
Der Küchenherd hat den ersten Funktionstest gut bestanden. Der Kessel Wasser hat wirklich schnell gekocht, das Pfeifen des Teekessels war im ganzen Haus zu hören...=)



Samstag, 14. Oktober 2017

Wandgestaltung wie vor hundert Jahren

Es ist soweit- unser Wohnzimmer ist einen guten Schritt weiter in Richtung "fertig": Die Decke und die Wände sind gestrichen. Zuletzt wurde dieser große Raum noch mit einer alten Gestaltungtechnik verschönert, mit dem Muster einer Strukturwalze.
Das ist unsere kleine Entschuldigung ans Haus für das großflächige Abschlagen der alten Putz- und Farbschichten, die um einiges farbenfroher waren als man es heute verkraften könnte...

Das Gerät dazu kann man ganz einfach für zwei Wochen ausleihen und aus einer großen Vielfalt an Musterwalzen wählen. Schön dass es sowas gibt!
https://www.strukturwalzen.de/

Die Schwammwalze ist eingefärbt, ein Test auf Karton gemacht...
Es geht los, ein echter Nervenkitzel- bloß nicht versauen!
geht doch, und zwar besser als gedacht.
Es wirkt, wir sind zufrieden! jetzt noch von Hand die Innenecken gergänzen und aufräumen.

Sonntag, 10. September 2017

Tag des offenen Denkmals 2017

Führungen

Eindrücke

Wein, Kaffee, Kuchen, Honig, Saft
Zum vierten Mal haben wir unsere Türen am Tag des offenen Denkmals geöffnet, um interessierten Besuchern einen Eindruck von unserem Projekt zu geben. Wir freuen uns, dass auch in diesem Jahr viele Gleichgesinnte, Nachbarn und Denkmal-Interessierte den Weg zu uns fanden. Schließlich sind es hauptsächlich Schlösser, Burgen, Museen und Kirchen, die sich sonst an diesem Tag beteiligen. Bei uns konnten die Besucher ein für die Region typisches Wohnstallhaus erleben, dass wir bald bewohnen werden und welches trotz Denkmalschutz nicht gleich ein Museum sein muss.
Der selbstgebackene Kuchen erfreute sich wieder großer Beliebtheit, ebenso unser Angebot von Saft, Honig, Wein, Schmalzbrot/Fettbemmen, alles aus eigener Herstellung. Die Einnahmen werden wie auch in den Jahren zuvor verwendet, um Apfelsaft pressen zu lassen, der dann als "Zahlungsmittel" für Helfer auf unserer Baustelle dient.
Im nächsten Jahr werden wir die Räume dann bewohnen, da gibt es dann mal eine Pause. So kommen auch wir mal dazu, uns andere Baudenkmäler anzuschauen.

Donnerstag, 20. Juli 2017

Als wir einen Brotberg hatten






Was soll ich nur dazu schreiben...? Ich habe mich gefreut, als unser Nachbar wieder Brot und Brötchen brachte, schon mehrere Tage alt, als Futter für die Schweine. Meine Idee, mir ein paar Kübel zu füllen, wurde abgelehnt. Er wollte seinen Hänger wieder leer haben, also fing er an, den Zweiachser hochzupumpen und wusch, lag etwa eine Tonne Gebäck vor unserem Haus. Etwa ein viertel von der eigentlichen Menge, sagte er.
Traurig, dass so etwas normal ist- produziert für den Müll. Nicht schlimm, da schon mit einkalkuliert. Mit jedem Brot bezahlen wir noch ein zweites, was weggeschmissen wird... Oder nun bei uns die Schweine satt macht. Na immerhin.

Ein Pflaster für den Hinterausgang

Wir haben es geschafft- mit ein paar Jahren Geduld haben wir nun einen Hinterausgang, von dem man direkt aus der Küche in den Garten gelangt. Außen ist nun alles mit Klinkern  gepflastert, darunter liegen Regen-Abwasser-Rohre und Lehrrohre. Selbst der Rasen ist gut aufgegangen....
Fangen wir im Jahr 2013 an:
So sah es bei unserer ersten Besichtigung des Hauses aus:
Dann wurde die oben zu sehende Fensteröffnung zur Tür umgebaut, die Birke gefällt, der Waschküchen-Anbau weggerissen, die Fassade erneuert.... und schließlich gegraben....
Ja, hier sieht man schon viel neues. Als die Rohre verlegt und verfüllt waren, wurde abgerüttelt und der Unterbau fürs Pflaster verteilt (Recyclingmaterial). Die zwei senkrechten Rohre werden später als Fundamente die Säulen vom Balkon tragen.
Die Klinker haben wir wieder von der nahe gelegenen Ziegelei geholt. Es lohnt sich, das Material selbst abzuholen und dabei die verschiedensten Ziegel anzuschauen, die dort gelagert sind!
Die Granitborde haben etwa das gleiche wie die Pflastersteine gekostet... hier gehts ans Verlegen, zum Schutz von Gehör, Lunge und Nerven mit dem Nassschneider.
Fertig! Fürs erste.
Es kommt noch hinzu ein Balkon mit einfacher rechteckiger Grundform, an den Ecken jeweils eine Säule. Die Konstruktionshölzer werden Douglasie und Fichte sein, gestrichen mit der selben Farbe wie die Tür, labradorblau. Die von unten sichtbare Schalung und das Geländer dagegen soll hellgrau werden.... Terrassenbelag Robinie-Bohlen.



Sonntag, 7. Mai 2017

zwei Außenbaustellen zur gleichen Zeit

Es ging voran, hinter unserem Haus. Alles begann mit der Frage, wohin denn das Becken unter dem Außenwasserhahn entwässern soll. Eigentlich müsste man gleich Nägel  mit Köpfen machen und die Rohre zur Dachentwässerung legen und das Becken dort anschließen. Dann gleich bei der Gelegenheit den Bereich um unseren Hinterausgang pflastern... und schon siehts wieder aus wie ein Schlachtfeld, mit Schützengräben und Geröllhaufen.... Aber nicht mehr lange, es kann nur besser werden!
Schön Fotos machen von den Rohren und die Kabel und Lehrrohre nicht vergessen...

Die andere Baustelle spielte sich am Nordgiebel ab:
Hier wurde das Mauerwerk von Efeu befreit, lose Steine wieder vermörtelt, die Fugen ausgeworfen und schließlich verputzt. Dann wird noch gestrichen, mit dem Streichkalk, der sich innen schon bewährt hat. Mit der selbst gemischten Kalkfarbe bin ich außen nicht zufrieden, sie scheint sich langsam vom Putz abzuwaschen...



Sonntag, 23. April 2017

harte Fliesen, komische Rohre und gelber Lehm

Es ging voran in der Küche:
Über die Hälfte der grauen Fliesen wurde verlegt. Wie es aussieht, werden sie wohl aufs Stück reichen... Allerdings bleibt dann nichts mehr für den Sockel übrig. Da wir die Fliesen als Restposten mal über eBay Kleinanzeiger bekommen haben und der Hersteller Mosa zwar gut, aber nicht gerade günstig ist, müssen wir uns was anderes überlegen.

Das Erdgeschoss-WC wird bald freigegeben:
fast fertig, unser schönes WC

bereit für ein Siphon, so lang wie ein Didgeridoo.
Es wurde das Klo montiert, Waschbecken und die Amaturen+ Eckventile. Nur der Siphon vom Waschbecken konnte noch nicht beendet werden, weil der Abwasseranschluss derart tief sitzt, dass das längste Tauchrohr (=das senkrechte Rohr unterm Waschbecken), welches man kaufen kann gerade so reicht. Wie das dann aussehen wird mag ich mir noch nicht gern vorstellen. Und wer hat die Anschlüsse gesetzt? Eine Sanität-Fachfirma. Das bestätigte uns darin, in Zukunft solche Sachen (wie vieles andere auch) nicht mehr als wirklich nötig in fremde (=teure) Hände zu geben. Bisher haben nur der Fensterbauer und der Estrichleger einwandfreie Arbeit abgeliefert. Der Lehmbauer hatte so seine Schwierigkeiten, ebene Flächen herzustellen und musste nacharbeiten, der Installateur war sehr teuer und nicht besonders schnell. (Sehr gute Ergebnisse gabs vom Elektriker und vom Zimmerer=) )

Im Kinderzimmer sind die Wände gestrichen, einmal Vollton Gelb und einmal gelb abgetönt, Lehmfarbe von Kreidezeit.
Damit ist dieser Raum fast fertig. Er muss jetzt auf die anderen Räume warten, bis überall die Dielen liegen und geschliffen+ geölt sind. Die Fensterlaibungen aus Holz folgen dann ebenfalls.

Hinter dem Haus liegen nun Pflasterklinker direkt aus der Ziegelei, es folgen noch Rohre, Granitborde, Recyclingschotter, Container, ein Minibagger und ein Rüttler, dann haben wir, meine Eltern und Brüder wieder genug Spielzeug für Draußen!