Sonntag, 21. Januar 2018

Die Treppe

Im Wohnzimmer wurden nach Weihnachten und Silvester wieder Stühle, Tische und Stereoanlage rausgeräumt. Jetzt hat sich die Projekttischlerei/Zimmerei "Treppe" hier eingerichtet. Mit vielen Arbeitsstunden entsteht hier in Eigenleistúng unsere Treppe zum OG.
Wenn die fertig ist, folgt gleich noch eine Treppe- die vom OG zum DG. Alles aus dem Escheholz, welches wir vor über zwei Jahren für diesen Zweck gekauft haben. Ich muss sagen, die neue Werkstatt gefällt mir sehr gut- warm, viel Licht, geräumig, Wandheizung... Und mit dem richtigen Werkzeug kommt man auch zu einem "tageslichttauglichen" Ergebnis. Oben auf dem Foto sieht man eine gebraucht gekaufte Scheer Treppenwangen- Oberfräse, Baujahr 1992. Sie funktioniert tadellos und bringt die Ausstemmungen in die Wangen Zehntelmillimeter-genau rein. Wenn man sie richtig einstellt.
Hier sieht man die bis auf Endschliff und Ölen fertige untere Lichtwange. Der Antrittspfosten ist gleich mit der Wange verbunden und geht oben dann in den Handlauf über. Die Wange schließt dann mit zwei Zapfen und Schrauben an einen Eckpfosten an. Es macht Spaß, mit so schönem Holz zu arbeiten.
Bei der oberen, längeren Lichtwange ergibt sich durch das Verziehen der Stufen ein Schwung, der mit Geduld und Bandschleifer harmonisch verläuft.

Es geht nun weiter mit den Wandwangen, Eckpfosten und Handläufen. Auch die Staketen, in unserem Fall zylindrische Esche-Rundstäbe 26mm, sind bald da. Wenn alle Teile fertig sind, folgt im gesamten ein Endschliff und dann wird geölt. Und dann....
hat unser Wohnzimmer endlich eine Treppe. Ein wichtiger Baustein hin zum baldigen Einzug.


Mittwoch, 10. Januar 2018

Fotoserie Zahnleiste

Das Brennholzdach. Am vorderen Giebel schon mit Zahnleiste.

massiv, ländlich, zimmerer-mäßig, unbehandelt- so soll es sein. und wenn es altert, schön aussehen.

Ausgangslage am hinteren Ortgang. Unterseitig schon ein Brett angeschraubt.

Die Biberdeckung gibt vor, wie breit das Brett sein muss. Hier passt gleich ein 16-cm-Brett.

Latten abgeschnitten und Lärchebretter für Zahnleiste davor geschraubt.

So passt das, bereit fürs Anzeichnen.

So, jeder Ziegel wird ausgeschnitten...

Dann Bretter abschrauben, mit Handkreissäge aussägen und wieder montieren.

das Brett folgt der Kontur der Doppeldeckung.

Ein bisschen hübsch ist gut, aber wir sind nicht in den Alpen. Zuviel wirkt schnell kitschig.

Eindecken, die Ortgangziegel werden geschraubt. Die Schnittkanten der Halben nach Innen.

Und fertig! Ein hübscher Ortgang, ohne spezielle Ziegel oder teures Material.

Bald wird wilder Wein die neuen Rankhilfen erobern. Vielleicht nisten auch Vögel hier?

Samstag, 6. Januar 2018

Sparren und Latten

Es ging voran, beim Brennholzdach!
Das letzte Tageslicht wurde noch mit Baustrahlern verlängert...
...um noch alle Latten aufs Dach zu bringen.
Alle Sparren wurden montiert, und auch zum Einlatten war noch genug Zeit. Das ging dann auch schnell, dank des Druckluftnaglers und unserem Nachwuchs-Helfer. Als nächstes wird der Ortgang angelegt, der eine schöne Zahnleiste bekommt. Und dann dürfen endlich die Ziegel drauf, damit das gute Holz nicht länger beregnet wird.

Sonntag, 31. Dezember 2017

Weihnachten sind wir drin....

Es steht wieder ein Weihnachtsbaum in unserem Wohnzimmer! Wir wohnen zwar noch nicht hier, aber da es ja fast fertig ist, ist es hell, trocken, warm... Selbst das Esche-Holz in der Ecke, was für die Treppe gedacht ist, stört nicht und lässt noch genug Platz. Schön, dass schon jetzt das Wohnzimmer ein Raum ist, wo sich alle gern aufhalten.

Noch ein weiteres seltenes Tier, was sich in unserem Garten aufhält: Ein männlicher Fasan. Furchtlos suchte er auch direkt an der Bundesstraße nach Nahrung. Leider hab ich ihn unbeabsichtigt erschreckt, schon war er beim Nachbarn und Richtung Elbe verschwunden.

Die nun fertig abgebundenen Hölzer fürs Brennholzdach wurden zusammengefügt, jetzt steht das Grundgerüst! Dem milden Wetter sei Dank, da kann ich Anfang Januar auch gleich die Fundamente ausbetonieren.
Oder wird es eigentlich ein Hängemattendach? Oder was zum Wäsche trocknen? Oder....?

Wir freuen uns sehr darüber, dass nun die Stellmotoren samt Steuerung in den Heizkreisverteilern fertig montiert wurden konnten. So kann  nun in jedem Raum individuell die Wandheizung eingestellt werden. Auch die Klingel+ Sprechanlage ist nun betriebsbereit. Allerdings kann ein Besucher jetzt erstmal nur Klingeln an der Eingangstür, jedoch nicht eintreten, da dort mit Schaltafeln die Türöffnung verschlossen ist. Eine Tür muss erst noch gebaut werden.

Wie im letzten Winter stellte sich auch in den letzten Wochen wieder ein leidiges Problem ein: Tauwasserausfall in den Kastenfenstern, vor allem im OG. Die Ursache scheint uns gefunden: Die undicht schließenden Fensterflügel lassen warmfeuchte Luft in den Fenster- Zwischenraum. Dort kühlt sich die Luft ab, Wasser kondensiert auf der Innenseite des äußeren Fensters. Das Wasser sammelt sich in der eingefrästen Rinne und muss weggewischt werden.
Die Lösung ist das Einfräsen einer geeigneten Dichtung beim inneren Fenster. Dafür gibt es eine spezielle Fräse, die man für eine Woche ausleihen kann. Dann kommt die Dichtung rein und das Problem ist hoffentlich gelöst. Dazu gibt es dann noch einen eigenen Blog- Eintrag.

Montag, 11. Dezember 2017

trockenes Holz

Nun lag mal wieder ein Haufen Bauholz vor unserem Haus. Das Projekt dazu heißt Brennholzüberdachung. Denn es ist mein Ziel, bei der Feuerholzlagerung zu einem guten Teil von den derzeit genutzten Provisorien und alten Lauben wegzukommen, in ferner Zukunft werden die auch mal einem ordentlichen Nebengebäude weichen, und dazu braucht es mehr Lagerplatz.
Die Frage ist nun: für wie lange werde ich vor haben, Holz für den Ofen trocken zu lagern? Antwort: sehr lange! Wir werden immer auch mit Holz heizen, schon allein weil immer Holzabschnitte anfallen. So wäre es also sinnvoll, ein Dach zu bauen, das eine lange Lebensdauer hat. Und das geht nur mit ordentlichen Holzquerschnitten, sorgfältig gearbeiteten Holzverbindungen, einem mit Biberschwanz-Ziegeln gedeckten Satteldach und der nötigen Geduld.
Schließlich soll es auch nach etwas aussehen, man (ich) muss es für den Rest meines Lebens gern anschauen können und man soll sehen, dass hier ein Zimmerer wohnt.
"ein Bauwerk aus Holz sollte mindestens so lange halten, wie die Bäume zum Wachsen brauchten, bis sie gefällt wurden."
Ein Teil des Holzes für den Abbund im trockenen und hellen Stall.

Abbundzeichen, kann heute fast kein Zimmerer mehr. Schade eigentlich.

Das Profil des Daches in M1:10 mit errechneten Maßen dazu.

Die Streben, mit Zapfen und Stirnversatz.
Das andere Holz, was jetzt trocknen muss sieht man im Hintergrund. Es ist das Eschenholz für unsere zwei Treppen. Es lagert nun in Stall und Wohnzimmer und soll bis Anfang Januar so weit trocknen, dass man es verwenden kann. Jetzt hat es noch etwa 15%, ein eigentlich guter Wert. Doch für die Verwendung im Wohnbereich sollten 9 bis maximal 11 % erreicht werden. Es klingt vielleicht wenig, aber in diesem Bereich der Holzfeuchte sind die Änderungen durch Quellen und Schwinden besonders groß. Deshalb muss z.B. jeder Holzfußboden vor dem Verlegen ausreichend aklimatisiert werden.

Donnerstag, 23. November 2017

Es werde Bad- die Tür

Hier mal wieder was aus der Bad- Serie.
Das Bad hat nun eine Tür! So kann es ausnahmsweise schon jetzt mal genutzt werden. Übernachtungsgäste, die sich mittlerweile gern auf der Baustelle einquartieren, behalfen sich schon mit großer Pappe, einer Decke oder... einfach gar nicht. Schon komisch, auf dem Klo sitzen und keine Tür, die man zumachen könnte.
Tür drin, Dielen noch nicht.
Wir haben uns im OG für Massivholztüren entschieden. Ja, von der Stange, vom Hornbach (Pertura). Sie machen so erstmal keinen allzu billigen Eindruck und das natürliche Massivholz passt gut zu allen Lehmfarben. Ich habe zwar auch ein paar schöne, alte Türen, aber die müssten aufgearbeitet werden. Und mit Schnell-schnell wird man dann so einer bauzeitlichen Tür nicht gerecht. Da eh alles neu ist in OG, gibts auch neue Türen.
Oberfläche zweimal geölt mit Zwischenschliff 240er Körnung
Beim Einbau der Zarge gingen zwei Flaschen Schaum drauf, obwohl eine für zwei Zargen reichen sollte. Das war den Gegebenheiten im Altbau geschuldet... Und es ist noch nicht mal alles ausgeschäumt...
Türklinken sind schlicht und aus Edelstahl, für die Badtür wurde ein WC-Schloss eingebaut, mit passender Verriegelung. Ich kam mir vor wie ein Produkttester- spartanische Montageanleitungen, Schrauben die ich kürzen musste, der Drehknopf von der WC-Verriegelung wacklig wie ein Lämmerschwanz. Wird schon irgendwie werden.
Blende deckt das Ende des Putzes nicht ab
Und ich muss mich wieder über unsere Lehmputzer ärgern. Was soll das denn? Da muss ich nun mal wieder nacharbeiten, schön, dass schon alles gestrichen ist. Da die Wandfarbe kein fertiger Farbton ist, wird sich die Malerin bestimmt schon drauf freuen, dass dann nachzupinseln. Bei unseren Mietwohnungen sind wir dann schlauer und- nehmen einfach einen anderen, von dem ich weiß dass er gleich beim ersten Versuch gute Qualität abliefert.

So, was fehlt denn jetzt noch im Bad? Kleinigkeiten... Spiegelbeleuchtung und die Fensterlaibung aus 3-Schicht-Platte. Und Handtuchhalter, nach vorne offen, für Korpusmontage. Man glaubt gar nicht, wie teuer die sein können....



Sonntag, 5. November 2017

Alt und Neu

Es ist Sonntag, da bleibt mal wieder Zeit für ein paar Fotos und einen Blogeintrag.
Baustellenmäßig befinden wir uns noch hauptsächlich im EG, dafür aber mit vielen fertigen Oberflächen! Wände in Küche und Wohnzimmer sind fertig, der gute Flur ist fast fertig. Dort wurden wiederverwendete Fliesen in zwei Bereiche gelegt. bereit für Sockelfliesen, die noch zu finden sind...
Der neue Herd ist angeschlossen + betriebsbereit, Wände sind gestrichen, Tür eingebaut

Tür zum Wohnzimmer. Ausgeglast, geschliffen, gestrichen, neue Scheiben machen lassen, eingeglast, Drückergarnitur neu.

Auf der Wohnzimmerseite fehlen noch Leisten zur Umrahmung.

Die Tür zum Wohnzimmer hat eine langwierige Verwandlung hinter sich, vom hässlichen DDR-Entlein hin zu einer aufgearbeiteten Tür, der man ihr Alter durchaus ansieht. Wurmlöcher und kleine Risse haben wir bewusst nicht zugespachtelt. "Die Bucht" machts möglich, es gibt dort einen Shop mit historischen Drückergarnituren, die jedes Altbauherz höher schlagen lassen (und auch ihren -zugegeben fairen- Preis haben). So fanden wir eine Türklinke, die mit dezenter Verzierung dennoch gut in ein Bauerhaus passt. Als Anstrich hat sich die weiße Fensterfarbe von Osmo bewährt. Es macht regelrecht Spaß, diese mit einem feinhaarigen Pinsel zu streichen. Stilecht bleibt der Oberfläche der Pinselstrich anzusehen.
Habe hier noch ein Vorher-Foto gefunden:
Der Küchenherd hat den ersten Funktionstest gut bestanden. Der Kessel Wasser hat wirklich schnell gekocht, das Pfeifen des Teekessels war im ganzen Haus zu hören...=)