Montag, 11. Dezember 2017

trockenes Holz

Nun lag mal wieder ein Haufen Bauholz vor unserem Haus. Das Projekt dazu heißt Brennholzüberdachung. Denn es ist mein Ziel, bei der Feuerholzlagerung zu einem guten Teil von den derzeit genutzten Provisorien und alten Lauben wegzukommen, in ferner Zukunft werden die auch mal einem ordentlichen Nebengebäude weichen, und dazu braucht es mehr Lagerplatz.
Die Frage ist nun: für wie lange werde ich vor haben, Holz für den Ofen trocken zu lagern? Antwort: sehr lange! Wir werden immer auch mit Holz heizen, schon allein weil immer Holzabschnitte anfallen. So wäre es also sinnvoll, ein Dach zu bauen, das eine lange Lebensdauer hat. Und das geht nur mit ordentlichen Holzquerschnitten, sorgfältig gearbeiteten Holzverbindungen, einem mit Biberschwanz-Ziegeln gedeckten Satteldach und der nötigen Geduld.
Schließlich soll es auch nach etwas aussehen, man (ich) muss es für den Rest meines Lebens gern anschauen können und man soll sehen, dass hier ein Zimmerer wohnt.
"ein Bauwerk aus Holz sollte mindestens so lange halten, wie die Bäume zum Wachsen brauchten, bis sie gefällt wurden."
Ein Teil des Holzes für den Abbund im trockenen und hellen Stall.

Abbundzeichen, kann heute fast kein Zimmerer mehr. Schade eigentlich.

Das Profil des Daches in M1:10 mit errechneten Maßen dazu.

Die Streben, mit Zapfen und Stirnversatz.
Das andere Holz, was jetzt trocknen muss sieht man im Hintergrund. Es ist das Eschenholz für unsere zwei Treppen. Es lagert nun in Stall und Wohnzimmer und soll bis Anfang Januar so weit trocknen, dass man es verwenden kann. Jetzt hat es noch etwa 15%, ein eigentlich guter Wert. Doch für die Verwendung im Wohnbereich sollten 9 bis maximal 11 % erreicht werden. Es klingt vielleicht wenig, aber in diesem Bereich der Holzfeuchte sind die Änderungen durch Quellen und Schwinden besonders groß. Deshalb muss z.B. jeder Holzfußboden vor dem Verlegen ausreichend aklimatisiert werden.

Donnerstag, 23. November 2017

Es werde Bad- die Tür

Hier mal wieder was aus der Bad- Serie.
Das Bad hat nun eine Tür! So kann es ausnahmsweise schon jetzt mal genutzt werden. Übernachtungsgäste, die sich mittlerweile gern auf der Baustelle einquartieren, behalfen sich schon mit großer Pappe, einer Decke oder... einfach gar nicht. Schon komisch, auf dem Klo sitzen und keine Tür, die man zumachen könnte.
Tür drin, Dielen noch nicht.
Wir haben uns im OG für Massivholztüren entschieden. Ja, von der Stange, vom Hornbach (Pertura). Sie machen so erstmal keinen allzu billigen Eindruck und das natürliche Massivholz passt gut zu allen Lehmfarben. Ich habe zwar auch ein paar schöne, alte Türen, aber die müssten aufgearbeitet werden. Und mit Schnell-schnell wird man dann so einer bauzeitlichen Tür nicht gerecht. Da eh alles neu ist in OG, gibts auch neue Türen.
Oberfläche zweimal geölt mit Zwischenschliff 240er Körnung
Beim Einbau der Zarge gingen zwei Flaschen Schaum drauf, obwohl eine für zwei Zargen reichen sollte. Das war den Gegebenheiten im Altbau geschuldet... Und es ist noch nicht mal alles ausgeschäumt...
Türklinken sind schlicht und aus Edelstahl, für die Badtür wurde ein WC-Schloss eingebaut, mit passender Verriegelung. Ich kam mir vor wie ein Produkttester- spartanische Montageanleitungen, Schrauben die ich kürzen musste, der Drehknopf von der WC-Verriegelung wacklig wie ein Lämmerschwanz. Wird schon irgendwie werden.
Blende deckt das Ende des Putzes nicht ab
Und ich muss mich wieder über unsere Lehmputzer ärgern. Was soll das denn? Da muss ich nun mal wieder nacharbeiten, schön, dass schon alles gestrichen ist. Da die Wandfarbe kein fertiger Farbton ist, wird sich die Malerin bestimmt schon drauf freuen, dass dann nachzupinseln. Bei unseren Mietwohnungen sind wir dann schlauer und- nehmen einfach einen anderen, von dem ich weiß dass er gleich beim ersten Versuch gute Qualität abliefert.

So, was fehlt denn jetzt noch im Bad? Kleinigkeiten... Spiegelbeleuchtung und die Fensterlaibung aus 3-Schicht-Platte. Und Handtuchhalter, nach vorne offen, für Korpusmontage. Man glaubt gar nicht, wie teuer die sein können....



Sonntag, 5. November 2017

Alt und Neu

Es ist Sonntag, da bleibt mal wieder Zeit für ein paar Fotos und einen Blogeintrag.
Baustellenmäßig befinden wir uns noch hauptsächlich im EG, dafür aber mit vielen fertigen Oberflächen! Wände in Küche und Wohnzimmer sind fertig, der gute Flur ist fast fertig. Dort wurden wiederverwendete Fliesen in zwei Bereiche gelegt. bereit für Sockelfliesen, die noch zu finden sind...
Der neue Herd ist angeschlossen + betriebsbereit, Wände sind gestrichen, Tür eingebaut

Tür zum Wohnzimmer. Ausgeglast, geschliffen, gestrichen, neue Scheiben machen lassen, eingeglast, Drückergarnitur neu.

Auf der Wohnzimmerseite fehlen noch Leisten zur Umrahmung.

Die Tür zum Wohnzimmer hat eine langwierige Verwandlung hinter sich, vom hässlichen DDR-Entlein hin zu einer aufgearbeiteten Tür, der man ihr Alter durchaus ansieht. Wurmlöcher und kleine Risse haben wir bewusst nicht zugespachtelt. "Die Bucht" machts möglich, es gibt dort einen Shop mit historischen Drückergarnituren, die jedes Altbauherz höher schlagen lassen (und auch ihren -zugegeben fairen- Preis haben). So fanden wir eine Türklinke, die mit dezenter Verzierung dennoch gut in ein Bauerhaus passt. Als Anstrich hat sich die weiße Fensterfarbe von Osmo bewährt. Es macht regelrecht Spaß, diese mit einem feinhaarigen Pinsel zu streichen. Stilecht bleibt der Oberfläche der Pinselstrich anzusehen.
Habe hier noch ein Vorher-Foto gefunden:
Der Küchenherd hat den ersten Funktionstest gut bestanden. Der Kessel Wasser hat wirklich schnell gekocht, das Pfeifen des Teekessels war im ganzen Haus zu hören...=)



Samstag, 14. Oktober 2017

Wandgestaltung wie vor hundert Jahren

Es ist soweit- unser Wohnzimmer ist einen guten Schritt weiter in Richtung "fertig": Die Decke und die Wände sind gestrichen. Zuletzt wurde dieser große Raum noch mit einer alten Gestaltungtechnik verschönert, mit dem Muster einer Strukturwalze.
Das ist unsere kleine Entschuldigung ans Haus für das großflächige Abschlagen der alten Putz- und Farbschichten, die um einiges farbenfroher waren als man es heute verkraften könnte...

Das Gerät dazu kann man ganz einfach für zwei Wochen ausleihen und aus einer großen Vielfalt an Musterwalzen wählen. Schön dass es sowas gibt!
https://www.strukturwalzen.de/

Die Schwammwalze ist eingefärbt, ein Test auf Karton gemacht...
Es geht los, ein echter Nervenkitzel- bloß nicht versauen!
geht doch, und zwar besser als gedacht.
Es wirkt, wir sind zufrieden! jetzt noch von Hand die Innenecken gergänzen und aufräumen.

Sonntag, 10. September 2017

Tag des offenen Denkmals 2017

Führungen

Eindrücke

Wein, Kaffee, Kuchen, Honig, Saft
Zum vierten Mal haben wir unsere Türen am Tag des offenen Denkmals geöffnet, um interessierten Besuchern einen Eindruck von unserem Projekt zu geben. Wir freuen uns, dass auch in diesem Jahr viele Gleichgesinnte, Nachbarn und Denkmal-Interessierte den Weg zu uns fanden. Schließlich sind es hauptsächlich Schlösser, Burgen, Museen und Kirchen, die sich sonst an diesem Tag beteiligen. Bei uns konnten die Besucher ein für die Region typisches Wohnstallhaus erleben, dass wir bald bewohnen werden und welches trotz Denkmalschutz nicht gleich ein Museum sein muss.
Der selbstgebackene Kuchen erfreute sich wieder großer Beliebtheit, ebenso unser Angebot von Saft, Honig, Wein, Schmalzbrot/Fettbemmen, alles aus eigener Herstellung. Die Einnahmen werden wie auch in den Jahren zuvor verwendet, um Apfelsaft pressen zu lassen, der dann als "Zahlungsmittel" für Helfer auf unserer Baustelle dient.
Im nächsten Jahr werden wir die Räume dann bewohnen, da gibt es dann mal eine Pause. So kommen auch wir mal dazu, uns andere Baudenkmäler anzuschauen.

Donnerstag, 20. Juli 2017

Als wir einen Brotberg hatten






Was soll ich nur dazu schreiben...? Ich habe mich gefreut, als unser Nachbar wieder Brot und Brötchen brachte, schon mehrere Tage alt, als Futter für die Schweine. Meine Idee, mir ein paar Kübel zu füllen, wurde abgelehnt. Er wollte seinen Hänger wieder leer haben, also fing er an, den Zweiachser hochzupumpen und wusch, lag etwa eine Tonne Gebäck vor unserem Haus. Etwa ein viertel von der eigentlichen Menge, sagte er.
Traurig, dass so etwas normal ist- produziert für den Müll. Nicht schlimm, da schon mit einkalkuliert. Mit jedem Brot bezahlen wir noch ein zweites, was weggeschmissen wird... Oder nun bei uns die Schweine satt macht. Na immerhin.

Ein Pflaster für den Hinterausgang

Wir haben es geschafft- mit ein paar Jahren Geduld haben wir nun einen Hinterausgang, von dem man direkt aus der Küche in den Garten gelangt. Außen ist nun alles mit Klinkern  gepflastert, darunter liegen Regen-Abwasser-Rohre und Lehrrohre. Selbst der Rasen ist gut aufgegangen....
Fangen wir im Jahr 2013 an:
So sah es bei unserer ersten Besichtigung des Hauses aus:
Dann wurde die oben zu sehende Fensteröffnung zur Tür umgebaut, die Birke gefällt, der Waschküchen-Anbau weggerissen, die Fassade erneuert.... und schließlich gegraben....
Ja, hier sieht man schon viel neues. Als die Rohre verlegt und verfüllt waren, wurde abgerüttelt und der Unterbau fürs Pflaster verteilt (Recyclingmaterial). Die zwei senkrechten Rohre werden später als Fundamente die Säulen vom Balkon tragen.
Die Klinker haben wir wieder von der nahe gelegenen Ziegelei geholt. Es lohnt sich, das Material selbst abzuholen und dabei die verschiedensten Ziegel anzuschauen, die dort gelagert sind!
Die Granitborde haben etwa das gleiche wie die Pflastersteine gekostet... hier gehts ans Verlegen, zum Schutz von Gehör, Lunge und Nerven mit dem Nassschneider.
Fertig! Fürs erste.
Es kommt noch hinzu ein Balkon mit einfacher rechteckiger Grundform, an den Ecken jeweils eine Säule. Die Konstruktionshölzer werden Douglasie und Fichte sein, gestrichen mit der selben Farbe wie die Tür, labradorblau. Die von unten sichtbare Schalung und das Geländer dagegen soll hellgrau werden.... Terrassenbelag Robinie-Bohlen.