Sonntag, 17. April 2016

Nuss 5

Dieser Steinkohleofen. Eigentlich soll er uns mit 28kW Wärme beliefern und ist gerade mit der wichtigen Aufgabe beschäftigt, die frisch eingeputzten Wände zu trocknen. Im Obergeschoss wird so die in Lehm geputzte Wandheizung hochgefahren.
Doch dann fing es an- ein Sicherungsstift, der den Antriebsmotor mit der Förderschnecke verbindet, riss ab. Dieser Stift ist wie eine Sicherung, wenn es zu schwer geht, reißt er und verhindert einen Schaden am Getriebe des Motors. Also wurde ein neuer Stift reingesteckt, in der Hoffnung, das Problem wäre gelöst. Doch der Antrieb knackte munter Schrauben und Nägel:




Die Kurzfassung: Wir waren sehr deprimiert, dass wir uns anscheinend ein Billig-Gerät ins Haus geholt haben. Dann ging es an die Fehlersuche. Nachdem mehrere Grate und blanke Stellen an Schnecke und Drehretorte mit der Flex nachgeschliffen waren, drehte sich die Mechanik wieder wie gewollt. Beim Anheizen dann der Schreck- das Nägelknacken war wieder da. Wieso...? Dann der Verdacht: Ist unsere Kohle etwa zu grobkörnig? Anthrazit ist sehr fest, mit dem Hammer kann man die Körner knacken, eine Förderschnecke hat damit weit mehr zu tun. Da kann der Stift schon mal eher nachgeben. Die Theorie wurde untersucht, mit Hasendraht als Sieb wurden große Kohlestücken entfernt und der Bunker damit gefüllt. (Ein neues Hobby! Sonntag nachmittag Kohle sieben)
Und jetzt, wir sind noch etwas kritisch und schauen immer wieder mal nach der Lage, scheint alles zu funktionieren!
Also hier ein Tipp: Russische Steinkohle ist nicht zu empfehlen. Statt versprochener Körnung Nuss 5 (8-16mm) fanden sich solche Stücken bei uns wieder:
Braucht jemand grobes Anthrazit? Wir hätten welches günstig abzugeben.

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